Säule 3a: wie viel Steuern du wirklich sparst
Von Finanzli-Redaktion · Veröffentlicht am 29. August 2026 · 3 Min. Lesezeit
Die Säule 3a gilt als einfachster Steuerspar-Hebel in der Schweiz. Das stimmt, aber die Ersparnis hängt stark von deinem Einkommen und deinem Kanton ab. Dieser Text zeigt, mit welchem Betrag du rechnen kannst.
Wie viel Steuern spart eine 3a-Einzahlung wirklich?Abschnitt verlinken
Deine Ersparnis ist die Einzahlung mal deinem Grenzsteuersatz. Der Grenzsteuersatz ist der Prozentsatz, den du auf dem obersten Teil deines Einkommens zahlst, und er liegt je nach Einkommen und Wohnort grob zwischen 15 und 40 Prozent.
Ein Beispiel: Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent spart eine Einzahlung von 7'258 Franken rund 2'180 Franken Steuern. Die Ersparnis verteilt sich auf die direkte Bundessteuer sowie die Steuern von Kanton, Gemeinde und Kirche. Der Bundesanteil ist überall gleich, der kantonale Anteil macht den grössten Unterschied zwischen den Wohnorten aus.
Wie viel darfst du 2026 einzahlen?Abschnitt verlinken
Mit einer Pensionskasse sind 2026 höchstens 7'258 Franken pro Jahr abziehbar. Ohne Pensionskasse, etwa als Selbständige ohne zweite Säule, sind es 20 Prozent des Erwerbseinkommens, höchstens 36'288 Franken.
Der Abzug gilt nur für das Jahr, in dem du einzahlst. Verpasste Jahre kannst du nicht nachholen. Wer den Betrag nicht auf einmal aufbringt, richtet einen monatlichen Dauerauftrag ein.
Was kostet die Auszahlung später?Abschnitt verlinken
Beim Bezug fällt eine Kapitalbezugssteuer an. Sie wird getrennt vom übrigen Einkommen berechnet, zu einem reduzierten Satz, und ist je nach Kanton unterschiedlich hoch.
Du kannst die Progression dieser Steuer brechen, indem du mehrere 3a-Konten führst und sie über mehrere Jahre gestaffelt beziehst. Der Grund: Ein grosser Einmalbezug landet in einem höheren Satz als mehrere kleinere Bezüge in verschiedenen Steuerjahren. Eröffne weitere Konten früh genug, denn ein bestehendes 3a-Konto lässt sich nicht mehr aufteilen.
Konto oder Wertschriften in der Säule 3a?Abschnitt verlinken
Die Säule 3a gibt es als reines Zinskonto oder als Wertschriftenlösung mit Fonds. Der Steuervorteil ist in beiden Fällen gleich, er hängt nur von der Einzahlung ab, nicht von der Anlageform.
Über eine lange Laufzeit haben breit gestreute Wertschriften in der Vergangenheit mehr abgeworfen als ein Zinskonto, dafür schwankt der Wert. Achte auf die Gesamtkosten des Produkts, denn hohe Gebühren fressen den Renditevorteil auf. Eine 3a-Lösung mit Versicherungsmantel bindet dich oft über Jahre an feste Prämien, prüf das getrennt von der reinen Vorsorgefrage.
Wann lohnt sich die Säule 3a weniger stark?Abschnitt verlinken
Wenn dein steuerbares Einkommen tief ist, ist auch dein Grenzsteuersatz tief und die Ersparnis klein. Bei sehr tiefem Einkommen, etwa während der Ausbildung, bringt die Einzahlung steuerlich fast nichts.
Auch kurz vor einem geplanten Bezug ist Vorsicht angebracht. Zahlst du im gleichen Jahr ein und wieder aus, prüfen die Steuerbehörden das genau. Und wer das Geld absehbar bald für etwas anderes braucht, bindet es mit einer 3a-Einzahlung bis fünf Jahre vor dem Referenzalter.
So gehst du vorAbschnitt verlinken
- Schätz deinen Grenzsteuersatz über deinen Kanton und dein steuerbares Einkommen, dann kennst du die ungefähre Ersparnis pro einbezahltem Franken.
- Zahl so viel ein, wie du dauerhaft entbehren kannst, bis zum Maximum für dein Jahr.
- Richte den Dauerauftrag auf Anfang Jahr statt auf Dezember. Das Geld ist dann ein Jahr länger investiert.
- Eröffne rechtzeitig ein zweites oder drittes 3a-Konto, wenn dein Guthaben wächst, für den gestaffelten Bezug.
- Plan den Bezug über mehrere Steuerjahre, wenn mehrere Kapitalauszahlungen zusammenfallen könnten, etwa 3a und Pensionskasse.